du suchst ihm zu entgehen.?Steh auf! der B?r ist fort. Was fluchst du ihm noch nach??Zum Danke, da? er dir nicht Hals und Beine brach??Was soll die L?sterung? Verringert sie die Schmerzen??Noch w��nschest du den Tod? Das geht dir wohl von Herzen??Nur schade, da? er dich vorhin so spotten sah:?Sonst w?r er wahrlich l?ngst auf dein Ersuchen da.?Der schw��le Tag vergeht; der Abend bricht herein.?O k?nnt er, in geborstnen Feldern,?Wie durch die Hitze matten W?ldern,?Mein Wandrer, ebenfalls dir zur Erquickung sein!?Man sieht die Luft, sich abzuk��hlen,?Mit stummen Blitzen h?ufig spielen.?"Oh!" schreit der Wanderer, "z?g sich ein Wetter auf!?O hemmten Blitz und Schlag mir Pein und Lebenslauf!"?Schnell zeigt der Donnergott dem Wunsche sich gewogen.?Des ganzen Himmels weite Ferne?Verdeckt viel Dunst; die hellsten Sterne?Sind schwarz mit Wolken ��berzogen,?Schnell f?hrt der Blitz heraus, kracht hier und dort ein Schlag. Auf, Wandrer, freue dich! das ist dein Sterbetag!?Nun wird der Tod auf Donnerkeilen?Zu dir verla?nem Armen eilen.?Was scherzst du noch voll Furcht?--Ihr Freunde, gebt doch acht; Doch bitt ich, zw?nget euch, da? ihr nicht dr��ber lacht...?"Ja! das ist Pein--o st��rb ich doch!--?Komm Tod! komm doch--du zauderst noch??Jedoch hier mag ich wohl nicht allzusicher liegen??Ich habe ja einmal geh?rt,?Wie die Erfahrung oft gelehrt,?Da? Donner gern in Eichen schl��gen.?O machte mir ein Lorbeerbaum?Doch unter seinen ?sten Raum.?O weh! wie schmerzt das Bein! Erbarm dich doch o Tod!?Jedoch dort schlug es ein--Nun ists die h?chste Not,?Soll mich das Wetter nicht verletzen,?Mich schnell in Sicherheit zu setzen!"?Geh! dummer Wandrer, geh! such einen sichern Ort;?Und w��nsche bald den Tod; bald w��nsch ihn wieder fort.?Mich soll dein Wankelmut der Menschen Zagheit lehren,?Mu? ich sie so, wie dich, verwegen w��nschen h?ren.?Glaubt, Freunde, glaubet mir! der ist ein weiser Mann,?Der zwar das Leben liebt, doch mutig sterben kann!
L. a. C.
Die B?re
Den B?ren gl��ckt' es, nun schon seit geraumer Zeit,?Mit Brummen, plumpem Ernst und stolzer Fr?mmigkeit,?Das Sittenrichteramt, bei allen schw?chern Tieren,?Aus angema?ter Macht, gleich W��trichen, zu f��hren.?Ein jedes furchte sich, und keines war so k��hn,?Sich um die saure Pflicht nebst ihnen zu bem��hn;?Bis endlich noch im Fuchs der Patriot erwachte,?Und hier und da ein Fuchs auf Sittenspr��che dachte.?Nun sah man beide stets auf gleiche Zwecke sehn;?Und beide sah man doch verschiedne Wege gehn.?Die B?re wollen nur durch Strenge heilig machen;?Die F��chse strafen auch, doch strafen sie mit Lachen.?Dort brauchet man nur Fluch; hier brauchet man nur Scherz;?Dort bessert man den Schein; hier bessert man das Herz.?Dort sieht man D��sternheit; hier sieht man Licht und Leben; Dort nach der Heuchelei; hier nach der Tugend streben.?Du, der du weiter denkst, fragst du mich nicht geschwind:?Ob beide Teile wohl auch gute Freunde sind??O w?ren sies! Welch Gl��ck f��r Tugend, Witz und Sitten!?Doch nein, der arme Fuchs wird von dem B?r bestritten,?Und, trotz des guten Zwecks, von ihm in Bann getan.?Warum? der Fuchs greift selbst die B?re tadelnd an.
*?Ich kann mich diesmal nicht bei der Moral verweilen;?Die f��nfte Stunde schl?gt; ich mu? zum Schauplatz eilen.?Freund, leg die Predigt weg! Willst du nicht mit mir gehn? Was spielt man? Den Tart��ff. Dies Schandst��ck sollt ich sehn?
Die Brille
Dem alten Freiherrn von Chrysant,?Wagts Amor, einen Streich zu spielen.?F��r einen Hagestolz bekannt,?Fing, um die Sechzig, er sich wieder an zu f��hlen.?Es flatterte, von Alt und Jung begafft,?Mit Reizen ganz besondrer Kraft,?Ein B��rgerm?dchen in der Nachbarschaft.?Dies B��rgerm?dchen hie? Finette.?Finette ward des Freiherrn Siegerin.?Ihr Bild stand mit ihm auf, und ging mit ihm zu Bette.?Da dacht in seinem Sinn?Der Freiherr: "Und warum denn nur ihr Bild??Ihr Bild, das zwar den Kopf, doch nicht die Arme f��llt??Sie selbst steh mit mir auf, und geh mit mir zu Bette.?Sie werde meine Frau! Es schelte, wer da schilt;?Gen?dge Tant und Nicht und Schw?gerin!?Finett ist meine Frau, und--ihre Dienerin."
Schon so gewi?? Man wird es h?ren.?Der Freiherr k?mmt, sich zu erkl?ren,?Er greift das M?dchen bei der Hand,?Tut, wie ein Freiherr, ganz bekannt,?Und spricht: "Ich, Freiherr von Chrysant,?Ich habe Sie, mein Kind, zu meiner Frau ersehen.?Sie wird sich hoffentlich nicht selbst im Lichte stehen.?Ich habe Guts die H��ll und F��lle."?Und hierauf las er ihr, durch eine gro?e Brille,?Von einem gro?en Zettel ab,?Wie viel ihm Gott an G��tern gab;?Wie reich er sie beschenken wolle;?Welch gro?en Witwenschatz sie einmal haben solle.?Dies alles las der reiche Mann?Ihr von dem Zettel ab, und guckte durch die Brille?Bei jedem Punkte sie begierig an.
"Nun, Kind, was ist Ihr Wille?"?Mit diesen Worten schwieg der Freiherr stille,?Und nahm mit diesen Worten seine Brille?(Denn, dacht er, wird das M?dchen nun?So wie ein kluges M?dchen tun;?Wird mich und sie ihr schnelles Ja begl��cken;?Werd ich den ersten Ku? auf ihre Lippen dr��cken:?So k?nnt ich, im Entz��cken,?Die teure Brille leicht zerknicken!)?Die teure Brille wohlbed?chtig ab.
Finette, der dies Zeit sich zu bedenken gab,?Bedachte sich, und sprach nach reiflichem Bedenken:?"Sie sprechen, gn?dger Herr, vom Freien und vom Schenken:?Ach! gn?dger Herr, das alles w?r sehr sch?n!?Ich w��rd in Samt und Seide gehn--?Was gehn? Ich w��rde nicht mehr gehn;?Ich w��rde stolz mit Sechsen fahren.?Mir w��rden

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