Turandot, Prinzessin von China

Friedrich von Schiller
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The Project Gutenberg EBook of Turandot, Prinzessin von China by Johann Christoph Friedrich von Schiller Schiller
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Title: Turandot, Prinzessin von China
Author: Johann Christoph Friedrich von Schiller Schiller
Release Date: September, 2004 [EBook #6505]?[Yes, we are more than one year ahead of schedule]?[This file was first posted on December 24, 2002]
Edition: 10
Language: German
Character set encoding: ISO-8856-1
? START OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK, TURANDOT, PRINZESSIN VON CHINA ***
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Turandot, Prinzessin von China.
Friedrich Schiller.
Ein tragikomisches M?rchen nach Gozzi.
Personen:
Altoum, fabelhafter Kaiser von China.?Turandot, seine Tochter.?Adelma, eine tartarische Prinzessin, ihre Sklavin.?Zelima, eine andere Sklavin der Turandot.?Skirina, Mutter der Zelima.?Barak, ihr Gatte, ehmals Hofmeister des?Kalaf, Prinzen von Astrachan.?Timur, vertriebener K?nig von Astrachan.?Ismael, Begleiter des Prinzen von Samarcand.?Tartaglia, Minister.?Pantalon, Kanzler.?Truffaldin, Aufseher der Verschnittenen.?Brigella, Hauptmann der Wache.?Doctoren des Divans.?Sklaven und Sklavinnen des Serails.
Erster Aufzug.
Vorstadt von Peckin.
Prospekt eines Stadtthors. Eiserne St?be ragen ¨ıber demselben hervor, worauf mehrere geschorne, mit t¨ırkischen Sch?pfen?versehene K?pfe als Masken und so, da? sie als eine Zierrath erscheinen k?nnen, symmetrisch aufgepflanzt sind.
Erster Auftritt.
Prinz Kalaf, in tartarischem Geschmack, etwas phantastisch?gekleidet, tritt aus einem Hause. Gleich darauf Barak, aus der Stadt kommend.
Kalaf.?Habt Dank, ihr G?tter! Auch zu Peckin sollt' ich?Eine gute Seele finden!
Barak (in persischer Tracht, tritt auf, erblickt ihn und f?hrt erstaunt zur¨ıck).?Seh' ich recht??Prinz Kalaf! Wie? Er lebt noch!
Kalaf (ernennt ihn). Barak!
Barak (auf ihn zueilend). Herr!
Kalaf. Dich find' ich hier?
Barak. Euch seh' ich lebend wieder!?Und hier zu Peckin!
Kalaf. Schweig! Verrath mich nicht!?Beim gro?en Lama, sprich! Wie bist du hier?
Barak. Durch ein Geschick der G?tter, mu? ich glauben,?Da es mich hier mit Euch zusammenf¨ıhrt.?An jenem Tag des Ungl¨ıcks, als ich sah,?Da? unsre V?lker flohen, der Tyrann?Von Tefflis unaufhaltsam in das Reich?Eindrang, floh ich nach Astrachan zur¨ıck,?Bedeckt mit schweren Wunden. Hier vernahm ich,?Da? Ihr und K?nig Timur, Euer Vater,?Im Treffen umgekommen. Meinen Schmerz?Erz?hl' ich nicht; verloren gab ich Alles,?Und sinnlos eilt' ich zum Palaste nun,?Elmazen, Eure k?nigliche Mutter,?Zu retten; doch ich suchte sie vergebens!?Schon zog der Sieger ein zu Astrachan,?Und in Verzweiflung eilt' ich aus den Thoren.?Von Land zu Lande irrt' ich fl¨ıchtig nun?Drei Jahre lang umher, ein Obdach suchend,?Bis ich zuletzt nach Peckin mich gefunden.?Hier unterm Namen Hassan gl¨ıckte mir's,?Durch treue Dienste einer Wittwe Gunst?Mir zu erwerben, und sie ward mein Weib.?Sie kennt mich nicht; ein Perser bin ich ihr.?Hier leb' ich nun, obwohl gering und arm?Nach meinem vor'gen Loos, doch ¨ıberreich?In diesem Augenblicke, da ich Euch,?Den Prinzen Kalaf, meines K?nigs Sohn,?Den ich erzogen, den ich Jahre lang?F¨ır todt beweint, im Leben wieder sehe!?--Wie aber lebend? Wie in Peckin hier?
Kalaf. Nenne mich nicht. Nach jener ungl¨ıcksel'gen Schlacht Bei Astrachan, die uns das Reich gekostet,?Eilt' ich mit meinem Vater zum Palast;?Schnell rafften wir das Kostbarste zusammen,?Was sich an Edelsteinen fand, und flohn.?In Bauerntracht verh¨ıllt, durchkreuzten wir,?Der K?nig und Elmaze, meine Mutter,?Die W¨ısten und das felsigte Gebirg.?Gott, was erlitten wir nicht da! Am Fu??Des Kaukasus raubt' eine wilde Horde?Von Malandrinen uns die Sch?tze; nur?Das nackte Leben blieb uns zum Gewinn.?Wir mu?ten k?mpfen mit des Hungers Qualen?Und jedes Elends mannigfacher Noth.?Den Vater trug ich bald und bald die Mutter?Auf meinen Schultern, eine theure Last.?Kaum wehrt' ich seiner w¨ıthenden Verzweiflung,?Da? er den Dolch nicht auf sein Leben zuckte;?Die Mutter hielt ich kaum, da? sie, von Gram?Ersch?pft, nicht niedersank! So kamen wir?Nach Jaik endlich, der Tartarenstadt,?Und hier, an der Moscheen Thor, mu?t' ich?Ein Bettler flehen um die magre Kost,?Der theuren Eltern Leben zu erhalten.?--Ein neues Ungl¨ıck! Unser grimm'ger Feind,?Der Khan von Tefflis, voll Tyrannenfurcht,?Mi?trauend dem Ger¨ıcht von unserm Tode,?Er lie? durch alle L?nder uns verfolgen.?Vorausgeeilt schon war uns sein Befehl,?Der alle kleinen K?nige seiner Herrschaft?Aufbot, uns nachzusp?hn. Nur schnelle Flucht?Entzog uns seiner Sp¨ırer Wachsamkeit--?Ach, wo verb?rg' sich ein gefallner K?nig!
Barak. O, nichts mehr! Eure Worte spalten mir?Das Herz! Ein gro?er F¨ırst in solchem Elend!?Doch sagt! Lebt mein Gebieter noch, und lebt?Elmaze, meine K?nigin?
Kalaf. Sie leben.?Und wisse, Barak, in der Noth allein?Bew?hret sich der Adel gro?er Seelen.?--Wir
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