Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Bd.1, Mitteldeutschland, 1914 | Page 9

Georg Dehio
in der Art des Joh. Gehart.
*Zierbrunnen*. 1573.
*B��rgerh?user*. Einige in gut behandeltem Fachwerk, zahlreiche Renss.-Portale. Am Markt Lauben auf Steins?ulen 1585. Von der ma. *Stadtbefestigung* das Riedtor und das Neutor.
ARNSTEIN. UFranken BA Karlstadt.
*Stadt-K. S. Nikolaus*. Gotisierend 1617, nach W erweitert 1725. Gute klassizistische Seitenalt?re von Georg Winterstein in W��rzburg 1790. Reicher, meisterhafter Orgelbau um 1700 aus der Karmeliter-K. in W��rzburg. -- Deckengem?lde im Chor von S. Urlaub 1726. ?lteste Glocke 14. Jh.
Wallfahrts-K. Maria-Sondheim. Erb. M. 15. Jh., unvollst?ndig ausgef��hrt. Jetzt gro?er 1sch. Raum, etwas vor der Mitte durchquert von einer 3teiligen Bogenstellung, in den OTeilen Ans?tze zu Gew?lben (geplant war 3sch. Hallenkirche). -- Deckengem?lde: Schlacht bei Lepanto mit Maria Victoria, bez. J. Ph. Rudolph 1770. Im Ossarium 2 interessante Steinreliefs von der alten Kanzel, Johannes und Markus in Fr.-Renss.-Umrahmung gegen 1520, im Gewandstil verwandt der Backofenschule (der das Werk ��brigens nicht angeh?rt). Sch?ne Sandsteinmadonna um 1410, typische W��rzburger Arbeit. In den Chorfenstern Glasmalerei um 1480. -- Grabdenkm?ler in sehr gro?er Zahl und z. T. hoher Qualit?t, am reichsten vertreten die Familie v. Hutten. Sie waren im 18. Jh. als Bodenbelag vernutzt, jetzt im Innern 29 wieder aufgerichtet, mehrere au?en. Von Bildnissteinen hervorzuheben: W. U. v. H. 1447, fast vollrund, starre Frontalansicht; Konrad v. H. 1502; Ludwig v. H. 1517. Von Epitaphen: Philipp v. Hutten (1546 in Venezuela ermordet), vorz��gliche Arbeit von Loy Hering in Eichst?tt; Bernhard v. H., Art des ?lteren Peter Dell; Wilhelm v. H. 1554 bez. P D (P. Dell, wahrscheinlich der J��ngere); vom selben Ludwig u. Agathe v. H. 1547, 1548; Stephan Zobel mit Frau und Kindern 1597. -- ?lberg um 1500, besser als die meisten dieser Gattung.
*Schlo?* (Amtsgericht), mit der Stadtbefestigung verbunden, Wohnbau M. 16. Jh., im Innern einiges zu beachten. --
*Rathaus*. 1520, wiederholt ver?ndert, namentlich 1753.
*Spital*, gro?e Anlage von 1713-30.
ARNSTEIN. RB Cassel Kr. Witzenhausen.
*Burg*. Der erhaltene Wohnbau spgot., neues Dach, Wendeltreppe, Fenster rck. mit Kreuzst?cken, im Erdgescho? rippenlose Kreuzgew?lbe.
ARNSTEIN. Pr. Sachsen Mansfelder Gebirgskreis.
*Burgruine*. Eine der gro?artigsten am Harz; der spgot. Palas 5 st?ckig erhalten.
ARTERN. Pr. Sachsen Kr. Sangerhausen.
*Marien-K.* in der Neustadt. Unorganischer Gemengbau. ?ltester Bestandteil der jetzt in der M. stehende Turm auf oblongem Gr.; in seinem oberen freien Teil hat er auf der breiten Seite 3 Paar gekuppelte Rundbogenfenster, an der schmalen Seite 1 Paar; im Erdgescho? spitzbog. Kreuzgwb.; nach O und W ?ffnet er sich in gro?em Spitzbg. Im O ein platt geschlossener Langchor mit 2 quadr. Gwbn, ursp. rom., jetzige Gwbl. und Fstr. 15. Jh. Lhs. 1608-20, breiter als der Turm, 1sch., polyg. WSchlu?. Fenster noch spitzbg.
*S. Veit* in der Altstadt. Qsch. und Chor bilden ein regelm??iges lat. Kreuz nach rom. Weise. In Vierung und Chor (ohne Apsis) spitzbg. Gwb., Kreuzarm und das (kaum ursp.) 1sch. Lhs. mit Balkendecke. Vierungsturm mit Satteldach und gekuppelten unterspitzen Schall?ffnungen, die Fenster der K. rundbg.
ASCHACH. UFranken BA Kissingen.
*Dorf-K.* Turm frgot. Chor und Langhaus 1615. Gutes Renss.-Epitaph von Bildhauer Julius Emes.
*Schlo?* (Gr. Luxburg). 1527. In einfachsten Formen. In der Halle geschnitzter Balken mit Fabeltieren 1572. Alter Ofen aus 1. H. 17. Jh.
ASCHAFFENBURG. UFranken BAmtsstadt.
*Stifts-K. S. Peter und Alexander*. ?ltere Baudaten fehlen. Rom. 12. und 13. Jh. mit vielen sp?teren Zus?tzen; rest. 1713 und 1880. -- Inneres. Hier hat der rom. Stilcharakter noch die Vorherrschaft. Lhs. flachgedeckte Pfeilerbasilika (jetzt Lattengew?lbe aus 18. Jh.); weite Querschnittsproportion; 9 Arkaden auf schlanken quadr. Pfll. mit reich profilierten Deckplatten; diese, sowie die einfache T��r am n?rdl. Ssch. der einzige Anhalt zur Altersbestimmung; nicht vor 3. V. 12 Jh. -- Eine zweite Bauperiode setzt um 1220 mit dem WBau ein, nahe verwandt der Peters-K. in Gelnhausen. Empore zwischen den (damals unausgef��hrt gebliebenen) Frontt��rmen; sie wird getragen von einer 3sch., 2 Joch tiefen Halle; rippenlose Kreuzgwbb. zwischen rck. Gurten; die Bl?tterkapitelle der st?mmigen S?ulen in ihrer Art ersten Ranges. In der WWand prachtvoll umrahmtes Portal, im Tympanon Christus zwischen den Kirchenpatronen. Um 1250 der OBau. Der Einflu? von Gelnhausen dauert fort, jetzt mehr vonseiten der dortigen Marien-K. Das Schiff hat 3 quadr., der Chor 2 quadr. Gwbb., am platten Schlu? im 18. Jh. die Fenster vermauert; die Fenster des Qsch. spgot. erweitert. Alle Gew?lblinien unterspitz. Die rck. Gurten auf Auskragungen; die Kreuzrippen, gesch?rfte Wulstform, auf Diensten mit Schaftringen; rom. Bl?tterkpatt. -- Die Sschiffe des Lhs. durch flache Kapellen erweitert. Am n?rdl. Ssch. die gro?e, ��ber den ?u?eren Wandelgang vorgebaute, daher von innen mittels einer Treppe zug?ngliche Maria-Schnee-Kap., erb. 1516 vom Kardinal Albrecht v. Brandenburg; Netzgwb. mit gewundenen Reihungen, entartetes Ma?werk; die ?u?ere Giebeldekoration erinnert mit ihrem schreinerm??igen Reichtum an die s?chsischen Bauten des Kardinals. -- ?u?eres. Chor und Langseiten verbaut. Sichtbar nur die NWEcke. Sie vereinigt Bauteile aus vier Stilperioden zu einer ��beraus malerischen Gruppe. Eine in der Seitenachse liegende hohe Freitreppe, barock, f��hrt zu einem Paradies; ehemals mit schr?ger Sparrendecke, jetzt flach gew?lbt. Der NTurm nicht ausgebaut; dominierendes Motiv nach dieser Seite ist der hohe Giebel der Maria-Schnee-Kap. Die WFront zeigt, der Empore entsprechend,

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