er hat uns nichts gesagt.?Wei?t du es, Matz?"--"Ich dachte;?Wenn dus nicht wei?t; wie soll ichs wissen?"?"So werdet ihr den Weg noch einmal gehen m��ssen.?"Das wollen wir wohl bleiben lassen.?Ja, wenn es nicht zur Frone w?r."
Sie denken lange hin und her,?Und wissen keinen Rat zu fassen.?Doch endlich f?llt es Matzen ein:?"Je! Hans, sollts nicht am besten sein,?Wir kauften eins das lebt?--Denn sieh,?Ists ihm nicht recht, so machts ja wenig M��h,?W?rs auch ein Ochs, es tot zu schlagen."?"Nun ja", spricht Hans, "das wollt ich eben sagen:?So haben wir nicht viel zu wagen."
Das war ein Argument, ihr Herren Theologen,?Das Hans und Matz ex tuto zogen.
Das Muster der Ehen
Ein rares Beispiel will ich singen,?Wobei die Welt erstaunen wird.?Da? alle Ehen Zwietracht bringen,?Glaubt jeder, aber jeder irrt.?Ich sah das Muster aller Ehen,?Still, wie die stillste Sommernacht.?Oh! da? sie keiner m?ge sehen,?Der mich zum frechen L��gner macht!
Und gleichwohl war die Frau kein Engel,?Und der Gemahl kein Heiliger;?Es hatte jedes seine M?ngel.?Denn niemand ist von allen leer.
Doch sollte mich ein Sp?tter fragen,?Wie diese Wunder m?glich sind??Der lasse sich zur Antwort sagen:?Der Mann war taub, die Frau war blind.
Der Adler und die Eule
Der Adler Jupiters und Pallas Eule stritten.?"Abscheulich Nachtgespenst!"--"Bescheidner, darf ich bitten. Der Himmel heget mich und dich;?Was bist du also mehr, als ich?"?Der Adler sprach: Wahr ists, im Himmel sind wir beide;?Doch mit dem Unterscheide:?Ich kam durch eignen Flug,?Wohin dich deine G?ttin trug.
Der Eremit
Im Walde nah bei einer Stadt,?Die man mir nicht genennet hat,?Lie? einst ein seltenes Gefieder,?Ein junger Eremit sich nieder.?"In einer Stadt", denkt Applikant,?"Die man ihm nicht genannt??Was mu? er wohl f��r eine meinen??Beinahe sollte mir es scheinen,?Da? die,--nein die--gemeinet w?r."?Kurz Applikant denkt hin und her,?Und schlie?t, noch eh er mich gelesen,?Es sei gewi? Berlin gewesen.
"Berlin? Ja, ja, das sieht man bald;?Denn bei Berlin ist ja ein Wald.--
Der Schlu? ist stark, bei meiner Ehre:?Ich dachte nicht, da? es so deutlich w?re.?Der Wald pa?t herrlich auf Berlin,?Ohn ihn beim Haar herbeizuziehn.?Und ob das ��brige wird passen,?Will ich dem Leser ��berlassen.?Auf Griechisch wei? ich, wie sie hie?;?Doch wer verstehts? Kerapolis.
Hier, nahe bei Kerapolis,?Wars, wo ein junger Eremite,?In einer kleinen leeren H��tte,?Im dicksten Wald sich niederlie?.?Was je ein Eremit getan,?Fing er mit gr??tem Eifer an.?Er betete, er sang, er schrie,?Des Tags, des Nachts, und sp?t und fr��h.?Er a? kein Fleisch, er trank nicht Wein,?Lie? Wurzeln seine Nahrung sein,?Und seinen Trank das helle Wasser;?Bei allem Appetit kein Prasser.?Er gei?elte sich bis aufs Blut,?Und wu?te wie das Wachen tut.?Er fastete wohl ganze Tage,?Und blieb auf einem Fu?e stehn;?Und machte sich rechtschaffne Plage,?In Himmel m��hsam einzugehn.?Was Wunder also, da? gar bald?Vom jungen Heiligen im Wald?Der Ruf bis in die Stadt erschallt?
Die erste, die aus dieser Stadt?Zu ihm die heilge Wallfahrt tat,?War ein betagtes Weib.?Auf Kr��cken, zitternd, kam sie an,?Und fand den wilden Gottesmann,?Der sie von weitem kommen sahe,?Dem h?lzern Kreuze knieend nahe.?Je n?her sie ihm k?mmt, je mehr?Schl?gt er die Brust, und weint, und winselt er,?Und wie es sich f��r einen Heilgen schicket,?Erblickt sie nicht, ob er sie gleich erblicket.?Bis er zuletzt vom Knieen matt,?Und heiliger Verstellung satt,?Vom Fasten, Kreuzgen, Klosterleben,?Marienbildern, Opfergeben,?Von Beichte, Salbung, Seelenmessen,?Ohn das Verm?chtnis zu vergessen,?Von Rosenkr?nzen mit ihr redte,?Und das so oratorisch sagt,?Da? sie erb?rmlich weint und klagt,?Als ob er sie gepr��gelt h?tte.?Zum Schlu? bricht sie von seiner H��tte,?Wozu der saure Eremite?Mit Not ihr die Erlaubnis gab,?Sich einen heilgen Splitter ab,?Den sie bek��sset und belecket,?Und in den welken Busen stecket.?Mit diesem Schatz von Heiligkeit?Kehrt sie zur��ck begnadigt und erfreut,?Und l??t daheim die fr?mmsten Frauen?Ihn k��ssen, andre nur beschauen.?Sie ging zugleich von Haus zu Haus,?Und rief auf allen Gassen aus:?"Der ist verloren und verflucht,?Der unsern Eremiten nicht besucht!"?Und brachte hundert Gr��nde bei,?Warum es sonderlich den Weibern n��tzlich sei.
Ein altes Weib kann Eindruck machen;?Zum Weinen bei der Frau, und bei dem Mann zum Lachen.?Zwar ist der Satz nicht allgemein;?Auch M?nner k?nnen Weiber sein.?Doch diesmal waren sie es nicht.?Die Weiber schienen nur erpicht,?Den teuern Waldseraph zu sehen.?Die M?nner aber?--wehrtens nicht,?Und lie?en ihre Weiber gehen.?Die H??lichen und Sch?nen,?Die ?ltesten und j��ngsten Frauen,?Das arme wie das reiche Weib,--?Kurz jede ging, sich zu erbauen,?Und jede fand erw��nschten Zeitvertreib.
"Was? Zeitvertreib, wo man erbauen will??Was soll der Widerspruch bedeuten?"?Ein Widerspruch? Das w?re viel!?"Er sprach ja sonst von lauter Seligkeiten!"--?Oh! davon sprach er noch, nur mit dem Unterscheide:?Mit Alten sprach er stets von Tod und Eitelkeit,?Mit Armen von des Himmels Freude,?Mit H??lichen von Ehrbarkeit,?Nur mit den Sch?nen allezeit?Vom ersten jeder Christentriebe.?Was ist das? Wer mich fragt, kann der ein Christ wohl sein? Denn jeder Christ k?mmt damit ��berein,?Es sei die liebe Liebe.
Der Eremit war jung; das hab ich schon gesagt.?Doch sch?n? Wer nach der Sch?nheit fragt,?Der mag ihn hier besehn.?Genug, den Weibern war er sch?n.?Ein starker, frischer, junger Kerl,?Nicht dicke wie ein Fa?, nicht hager wie ein Querl--?"Nun, nun, aus seiner Kost ist jenes leicht zu schlie?en."?Doch sollte man auch wissen,?Da? Gott dem, den er liebt,?Zu Steinen wohl Gedeihen gibt;?Und das ist doch kein fett

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