zu vertreten, und welcher zugleich mit den Grunds?tzen, nach welchen Sie zu meiner gro?en Freude meine Regierung f��hren, v?llig ��bereinstimmt. Ich habe geglaubt, da? Drouyn de L'huys, welcher bereits mehrere Male die ausw?rtige Politik Frankreichs gef��hrt hat, im wesentlichen die erforderlichen Eigenschaften besitzt, es w��rde nur darauf ankommen, ob Sie glauben, mit demselben in inniger und aufrichtiger Uebereinstimmung zusammen arbeiten zu k?nnen."
Herr Ollivier schien noch immer unter dem Eindruck einer gewissen Verstimmung sich zu befinden.
"Ich achte Herrn Drouyn de L'huys hoch," sagte er mit einiger Zur��ckhaltung, "er ist ein Mann von gro?er und ausgedehnter Erfahrung, von tiefen Kenntnissen und gro?er Charakterfestigkeit. Freilich," fuhr er fort, "sagt man, da? diese Charakterfestigkeit zuweilen ein wenig die Grenzen des Eigensinns streifen soll,--"
"Man hat nicht ganz Unrecht," fiel Napoleon, leicht das Haupt neigend, ein. "Inde? glaube ich, da? es Ihnen bei Ihrer Gewandtheit, Andere zu ��berzeugen, nicht schwer werden w��rde"--
Die Fl��gel der Th��r des kaiserlichen Cabinets wurden ge?ffnet. Der Huissier meldete die Kaiserin.
Unmittelbar darauf trat Ihre Majest?t schnell ein, ihre Hand leicht auf den Arm des kaiserlichen Prinzen gelegt. Das sch?ne Gesicht der Kaiserin leuchtete vor freudiger, innerer Erregung, ihre Augen strahlten, ein triumphirendes L?cheln lag auf ihren Lippen, hoch und stolz trug sie das Haupt auf dem wunderbar sch?nen, schlanken Halse.
Der kaiserliche Prinz war damals vierzehn Jahre alt, seine Gestalt war schlank und schm?chtig, seine Haltung elegant und sicher, sein bleiches Gesicht mit dem dichten, dunkel gl?nzenden Haar, schien ?lter als seine Jahre, fr��hzeitige k?rperliche Leiden hatten ihm einen gewissen Ausdruck von fast melancholischer Weichheit gegeben. Seine Stirn zeigte eine auffallende ?hnlichkeit mit derjenigen des Kaisers, w?hrend der untere Theil des Gesichts, die Nase und der Mund lebhaft an seine Mutter erinnerten. Seine dunklen, sinnigen Augen blickten aufmerksam forschend, es lag in denselben neben einer gewissen, kindlichen, wohlwollenden Offenheit, doch auch ein gewisses pr��fendes Mi?trauen.
Der Prinz trug einen einfachen schwarzen Civilanzug und k��?te, nachdem die Kaiserin den Kaiser begr��?t, mit liebevoller Ehrerbietung die Hand seines Vaters.
"Ich komme mit unserm Louis," rief die Kaiserin, "um die Erste zu sein, welche Ihnen zu dem so gl?nzenden Ausfall des Plebiscits von ganzem Herzen Gl��ck w��nscht, und zugleich," sagte sie, mit anmuthiger Bewegung sich zu Ollivier wendend, "dem geistvollen und treuen Rathgeber, dessen eifriger Th?tigkeit wir vor allen Dingen dieses gl��ckliche Resultat zu verdanken haben, auch meinen herzlichsten und aufrichtigsten Dank zu sagen."
Sie reichte Ollivier ihre Hand, auf welche dieser seine Lippen dr��ckte.
"Es scheint," sagte der Kaiser, "als ob gerade in diesem Augenblick, in welchem das Gl��ck uns l?chelt, die finsteren D?monen der Revolution von Neuem ihr Haupt erheben, hoffentlich zum letzten Mal. Ich habe," fuhr er fort, "soeben, obgleich mir das gerade in diesem Augenblick mehr als je widerstrebt, die Befehle zur energischen Verfolgung der Schuldigen gegeben und zugleich zum Schutz des Staats und der Dynastie die Voltigeurs der Garde in den Pavillon des Prinzen gelegt. Und Du, mein lieber Louis," sagte er, leicht mit der Hand ��ber das Haar seines Sohnes streichend, "wirst in den n?chsten Tagen Dir gefallen lassen m��ssen, die Tuilerien nicht zu verlassen, so lange wenigstens, bis das Complott in allen seinen Verzweigungen entdeckt und unsch?dlich gemacht sein wird."
"Oh, Papa," rief der junge Prinz mit blitzenden Augen, "ich f��rchte mich nicht, m?gen sie nur kommen, ich werde mich zu vertheidigen wissen, und" f��gte er hinzu, den gl?nzenden Blick aufw?rts gerichtet, "Gott wird nicht erlauben, da? die ruchlosen Pl?ne dieser Verschw?rer gelingen."
"Ich bin ��berzeugt, da? Du Dich nicht f��rchtest, mein Sohn," sagte der Kaiser, indem er seinen Blick voll stolzer Freude auf dem Prinzen ruhen lie?--"Du w��rdest sonst nicht im Stande sein, Frankreich zu beherrschen, aber Dein Leben geh?rt der Zukunft Deines Landes, Du darfst es wohl in der Schlacht f��r die Ehre und den Ruhm Frankreichs einsetzen, aber es soll nicht die Beute heimt��ckischer Meuchelm?rder werden. Wo ist der General Frossard?" fragte er.
"Der General hat den Prinzen hierher begleitet," erwiderte die Kaiserin, "er befindet sich im Vorzimmer."
Napoleon ?ffnete selbst die Th��r seines Cabinets und rief den General. Dieser, ein Mann von etwa f��nfzig Jahren mit einem l?nglichen, ernst und streng blickenden Gesicht trat ein und erwartete schweigend die Befehle des Kaisers.
"Mein lieber General," sagte Napoleon, "ich bitte Sie, daf��r Sorge zu tragen, da? der Prinz bis auf weitere Befehle sein Zimmer nicht verl??t, und da? er keine Audienzen ertheilt, welche ich nicht vorher genehmigt habe. Gehe mit dem General, mein Sohn," fuhr er fort, dem Prinzen freundlich auf die Schulter klopfend, "und besch?ftige Dich ein wenig mit Deinen Studien, ich werde sp?ter zu Dir kommen und ein wenig sehen, was Du treibst."
Der Prinz z?gerte einen Augenblick, ein leichter Anflug von Unmuth erschien auf seinem Gesicht, er k��?te die Hand seines Vaters, umarmte z?rtlich die Kaiserin und verlie?, vom General Frossard gefolgt, das Cabinet.
"Ich habe soeben einen Brief von Gramont erhalten," sagte die Kaiserin--"er sendet uns seine aufrichtigsten W��nsche f��r den gl��cklichen Ausfall

Continue reading on your phone by scaning this QR Code
Tip: The current page has been bookmarked automatically. If you wish to continue reading later, just open the
Dertz Homepage, and click on the 'continue reading' link at the bottom of the page.