welche den Pavillon des kaiserlichen Prinzen mit dem Neubau vereinigen. Ich werde dem General Frossard den Befehl schicken, da? der Prinz seine Wohnung nicht verl??t, man k?nnte seinen Wagen f��r den Meinigen halten, und er k?nnte das Opfer eines gegen mich gerichteten Attentats werden. Das darf nicht geschehen, denn auf seinem Leben beruht die Zukunft Frankreichs. Jeder Unruhe," fuhr er immer in demselben festen Ton fort, "welche heute Abend in den Stra?en von Paris stattfinden k?nnte, soll sofort mit scharfer Waffe und ohne jede Schonung entgegen getreten werden. Die Corpsf��hrer sind mir verantwortlich daf��r, da? keine Barricade l?nger als eine halbe Stunde stehen bleibt,--vor Allem," f��gte er noch hinzu, "sollen starke Posten in das Erdgescho? des Pavillons des kaiserlichen Prinzen gelegt werden und Niemand dort zugelassen werden, der sich nicht durch seinen Dienst oder durch einen besonderen Erlaubni?schein legitimiren kann. Au?erdem werden Sie, mein lieber Pietri," sagte er, sich an den Polizeipr?fecten wendend, "den Pavillon des Prinzen ringsum mit Ihren zuverl?ssigen Agenten umgeben lassen, mit dem bestimmten Befehl, Niemand die Ann?herung an denselben zu gestatten."
Herr Ollivier sah ganz erstaunt den Kaiser an, der Ton desselben, welcher an die Zeit des unumschr?nkten pers?nlichen Regiments erinnerte, schien ihn zu befremden.
"Und welche Sicherheitsma?regeln befehlen Eure Majest?t," sagte Herr Pietri, "f��r den Pavillon de l'Horloge,--f��r Eurer Majest?t eigene Wohnung?"
"Keine," sagte der Kaiser stolz l?chelnd, "ich habe die Pflicht, f��r die Sicherheit des Staates und des Erben meines Thrones zu sorgen. Was mich betrifft,--ich vertraue meinem Stern!--Gehen Sie, meine Herren," sagte er mit freundlicher W��rde und Hoheit, "und sorgen Sie f��r die p��nktliche Ausf��hrung meiner Befehle. Sie, mein lieber Ollivier, bitte ich, noch zu bleiben, ich habe noch weiter mit Ihnen zu sprechen."
Der Marschall Leboeuf und Herr Pietri zogen sich zur��ck.
"Sie wissen," sagte der Kaiser, als er mit dem Gro?siegelbewahrer allein war, "da? die Kaiserin nach der Verfassung des Reichs zur Regentin bestimmt ist, f��r den Fall meiner Abwesenheit oder meines Todes w?hrend der Minderj?hrigkeit des Prinzen. Dieser Beaury ist gefangen," fuhr er fort, "aber man k?nnte einen Zweiten und einen Dritten absenden, und irgend ein pl?tzliches Ereigni? k?nnte meinem Leben ein Ende machen."
"Sire," rief Ollivier, die Hand auf die Brust legend, "die Vorsehung wird verh��ten--"
"Ich hoffe das," sagte der Kaiser kalt und ruhig, "indessen mu? ich f��r den Fall eines verh?ngni?vollen Ereignisses meine Bestimmung treffen, als ob es sich um eine dritte Person handelte. Sollte ich," fuhr er fort, "das Opfer eines Dolches, eines Revolvers oder einer Bombe werden, so werden Sie unverz��glich die ganze Garnison von Paris unter die Waffen treten lassen, meinen Sohn zum Kaiser proclamiren und die Truppen ihm und der Regentin den Eid der Treue schw?ren lassen. Sie werden jeden Versuch einer Bewegung in der Hauptstadt mit r��cksichtsloser Strenge niederwerfen und die Regierung genau so fortf��hren, als ob sich Nichts ge?ndert habe--Nichts," f��gte er mit einem Anklang leiser Wehmuth hinzu, "als da? neben dem Namen des Kaisers eine IV statt einer III steht. Besprechen Sie mir das, geben Sie mir Ihr Wort darauf."
Er streckte Ollivier mit einer Bewegung voll Hoheit und liebensw��rdiger Herzlichkeit zugleich die Hand hin.
"Ich schw?re es Eurer Majest?t," rief Ollivier mit einer von innerer Bewegung erstickten Stimme, indem er seine Hand in die des Kaisers legte.
"So haben wir Vorsorge getroffen," sprach Napoleon im ruhigen, heiteren Ton weiter, "f��r den Fall eines ungl��cklichen Verh?ngnisses, jetzt lassen Sie uns an die Gegenwart und ihre Forderungen herantreten. Nachdem das Plebiscit dem Kaiserreich von Neuem die feste Grundlage des Nationalwillens gesichert hat, m��ssen wir darauf denken, die Regierung, selbst wenn sie sich in einem provisorischen Stadium befindet, wieder zu consolidiren. Das Ministerium der ausw?rtigen Angelegenheiten vor allen Dingen, welches Sie seit dem R��cktritt des Grafen Daru mit so gro?er Opferbereitwilligkeit neben der Last aller Ihrer ��brigen Arbeiten gef��hrt haben, mu?, wie es mir scheint, definitiv besetzt werden."
Herr Ollivier schien durch diese Bemerkung des Kaisers nicht besonders angenehm ber��hrt zu werden.
"Es ist mir eine Freude gewesen, meine Arbeitskraft auch in diesem erh?hten Ma?e dem Dienste Eurer Majest?t zu widmen. Und bis zu diesem Augenblick," f��gte er mit einem gewissen selbstbewu?ten L?cheln hinzu, "ist mir diese Last nicht zu schwer geworden. Nicht, um mich den vermehrten Arbeiten zu entziehen, m?chte ich Eure Majest?t zur Besetzung des ausw?rtigen Portefeuille dr?ngen."
"Ich wei?, mein lieber Minister," sagte der Kaiser verbindlich, "da? Sie keine M��he scheuen, und da? Ihre eminente Kraft auch die schwerste Last leicht zu ertragen im Stande ist. Indessen wird die gesammte politische Leitung der Regierung Sie in der n?chsten Zeit, in welcher alles jetzt Geschaffene befestigt werden mu?, so sehr in Anspruch nehmen, da? ich nicht die Detailarbeiten Ihnen auch noch aufb��rden m?chte. Es kommt darauf an," fuhr er fort, "einen Minister der ausw?rtigen Angelegenheiten zu finden, welcher die f��r den internationalen Verkehr erforderliche Geschmeidigkeit mit dem festen Willen und der Kraft vereint, die W��rde und die Interessen Frankreichs nach au?en hin energisch

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