es hat einer langen Zeit bedurft, jene Klarheit, die nur das ��berirdische hatte, in die Dumpfheit und Verworrenheit, worin der Sinn des Diesseitigen lag, hineinzuarbeiten, und die Aufmerksamkeit auf das Gegenw?rtige als solches, welche Erfahrung genannt wurde, interessant und geltend zu machen.--Jetzt scheint die Not des Gegenteils vorhanden, der Sinn so sehr in das Irdische festgewurzelt, da? es gleicher Gewalt bedarf, ihn dar��ber zu erheben. Der Geist zeigt sich so arm, da? er sich, wie in der Sandw��ste der Wanderer nach einem einfachen Trunk Wasser, nur nach dem d��rftigen Gef��hle des G?ttlichen ��berhaupt f��r seine Erquickung zu sehnen scheint. An diesem, woran dem Geiste gen��gt, ist die Gr??e seines Verlustes zu ermessen.
Diese Gen��gsamkeit des Empfangens oder Sparsamkeit des Gebens ziemt jedoch der Wissenschaft nicht. Wer nur die Erbauung sucht, wer seine irdische Mannigfaltigkeit des Daseins und des Gedankens in Nebel einzuh��llen und nach dem unbestimmten Genusse dieser unbestimmten G?ttlichkeit verlangt, mag zusehen, wo er dies findet; er wird leicht selbst sich etwas vorzuschw?rmen und damit sich aufzuspreizen die Mittel finden. Die Philosophie aber mu? sich h��ten, erbaulich sein zu wollen.
Noch weniger mu? diese Gen��gsamkeit, die auf die Wissenschaft Verzicht tut, darauf Anspruch machen, da? solche Begeisterung und Tr��bheit etwas H?heres sei als die Wissenschaft. Dieses prophetische Reden meint gerade so recht im Mittelpunkte und der Tiefe zu bleiben, blickt ver?chtlich auf die Bestimmtheit (den *Horos*) und h?lt sich absichtlich von dem Begriffe und der Notwendigkeit entfernt, als von der Reflexion, die nur in der Endlichkeit hause. Wie es aber eine leere Breite gibt, so auch eine leere Tiefe, wie eine Extension der Substanz, die sich in endliche Mannigfaltigkeit ergie?t, ohne Kraft, sie zusammenzuhalten--so ist dies eine gehaltlose Intensit?t, welche als lautere Kraft ohne Ausbreitung sich haltend, dasselbe ist, was die Oberfl?chlichkeit. Die Kraft des Geistes ist nur so gro? als ihre ?u?erung, seine Tiefe nur so tief, als er in seiner Auslegung sich auszubreiten und sich zu verlieren getraut.--Zugleich wenn dies begrifflose substantielle Wissen die Eigenheit des Selbsts in dem Wesen versenkt zu haben und wahr und heilig zu philosophieren vorgibt, so verbirgt es sich, da? es, statt dem Gotte ergeben zu sein, durch die Verschm?hung des Ma?es und der Bestimmung vielmehr nur bald in sich selbst die Zuf?lligkeit des Inhalts, bald in ihm die eigne Willk��r gew?hren l??t.--Indem sie sich dem ungeb?ndigten G?ren der Substanz ��berlassen, meinen sie, durch die Einh��llung des Selbstbewu?tseins und Aufgeben des Verstands, die Seinen zu sein, denen Gott die Weisheit im Schlafe gibt; was sie so in der Tat im Schlafe empfangen und geb?ren, sind darum auch Tr?ume.
Es ist ��brigens nicht schwer, zu sehen, da? unsre Zeit eine Zeit der Geburt und des ��bergangs zu einer neuen Periode ist. Der Geist hat mit der bisherigen Welt seines Daseins und Vorstellens gebrochen und steht im Begriffe, es in die Vergangenheit hinab zu versenken, und in der Arbeit seiner Umgestaltung. Zwar ist er nie in Ruhe, sondern in immer fortschreitender Bewegung begriffen. Aber wie beim Kinde nach langer stiller Ern?hrung der erste Atemzug jene Allm?hlichkeit des nur vermehrenden Fortgangs abbricht--ein qualitativer Sprung--und itzt das Kind geboren ist, so reift der sich bildende Geist langsam und stille der neuen Gestalt entgegen, l?st ein Teilchen des Baues seiner vorgehenden *Welt* nach dem andern auf, ihr Wanken wird nur durch einzelne Symptome angedeutet; der Leichtsinn wie die Langeweile, die im Bestehenden einrei?en, die unbestimmte Ahnung eines Unbekannten sind Vorboten, da? etwas anderes im Anzuge ist. Dies allm?hliche Zerbr?ckeln, das die Physiognomie des Ganzen nicht ver?nderte, wird durch den Aufgang unterbrochen, der, ein Blitz, in einem Male das Gebilde der neuen Welt hinstellt.
Allein eine vollkommne Wirklichkeit hat dies Neue sowenig als das eben geborne Kind; und dies ist wesentlich nicht au?er acht zu lassen. Das erste Auftreten ist erst seine Unmittelbarkeit oder sein Begriff. Sowenig ein Geb?ude fertig ist, wenn sein Grund gelegt worden, sowenig ist der erreichte Begriff des Ganzen das Ganze selbst. Wo wir eine Eiche in der Kraft ihres Stammes und in der Ausbreitung ihrer ?ste und den Massen ihrer Belaubung zu sehen w��nschen, sind wir nicht zufrieden, wenn uns an dieser Stelle eine Eichel gezeigt wird. So ist die Wissenschaft, die Krone einer Welt des Geistes, nicht in ihrem Anfange vollendet. Der Anfang des neuen Geistes ist das Produkt einer weitl?ufigen Umw?lzung von mannigfaltigen Bildungsformen, der Preis eines vielfach verschlungnen Weges und ebenso vielfacher Anstrengung und Bem��hung. Er ist das aus der Sukzession wie aus seiner Ausdehnung in sich zur��ckgegangene Ganze, der gewordne einfache Begriff desselben. Die Wirklichkeit dieses einfachen Ganzen aber besteht darin, da? jene zu Momenten gewordne Gestaltungen sich wieder von neuem, aber in ihrem neuen Elemente, in dem gewordenen Sinne entwickeln und Gestaltung geben.
Indem einerseits die erste Erscheinung der neuen Welt nur erst das in seine Einfachheit verh��llte Ganze oder sein allgemeiner Grund ist, so ist dem Bewu?tsein dagegen der Reichtum des vorhergehenden

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