Handgemeng, soviel man aus den Anstalten und der Wut des Angriffs schliessen konnte; denn derjenige, der diese Zeitung brachte, eilte mitten in der st?rksten Hize des Gefechts davon, ohne den Ausgang abzuwarten.
K?nig Heinrich.?Hier ist ein werther und getreu-eifriger Freund, Sir Walter Blunt, der nur eben von seinem Pferd abgestiegen ist, um uns von Holmedon die willkommne Nachricht zu bringen, da? der Graf von Douglas geschlagen sey. Zehntausend k��hne Schotten, und drey und zwanzig Ritter sah Sir Walter auf den Ebnen von Holmedon in ihrem Blute sich w?lzen. Mordak, Grafen von Fife, den ?ltesten Sohn des geschlagnen Douglas, und die Grafen von Athol, Murry, Angus und Menteith hat Hot-Spur gefangen bekommen. Ist das nicht eine sch?ne Beute? Eine edle That? Ha, Vetter, ist es nicht?
Westmorland.?In der That, ein Sieg, worauf ein Prinz stolz zu seyn Ursach h?tte.
K?nig Heinrich.?O warum nennst du dieses Wort, um traurige Gedanken in mir zu erregen, und mich zur S��nde des Neids zu reizen, da? Milord Northumberland der Vater eines so w��rdigen Sohns seyn soll; eines Sohns, dessen Namen der Ruhm stets im Munde f?hrt; der gleich dem h?chsten Baum in einem Hayn, ��ber alle andre emporragt; der Liebling des Gl��ks, und ihr Stolz; inde? da? ich mit eben dem Blik, der seinen Ruhm ��bersieht, z��gellose Schwelgerey und Schande die Stirne meines jungen Harry besudeln sehe. O k?nnt' es bewiesen werden, da? irgend eine n?chtliche trippelnde Fee unsre Kinder in der Wiege verwechselt, und meinen Sohn Percy, den Seinigen?Plantagenet genennt h?tte!--Aber la?t mich diesen Gedanken nicht nachh?ngen--Was denkt ihr Vetter, von dieses jungen Percy Stolz? Er beh?lt die Gefangenen, die er in diesem Gefechte machte, f��r sich zur��k; und l??t mir sagen, da? ich keinen als Mordake, den Grafen von Fife, haben soll.
Westmorland.?Das ist seines Oheims Eingebung, das ist Worcester, der allen Anscheinungen nach ��bel gegen euch gesinnt ist; der ists, der ihn seine Federn aufbl?hen, und seinen jungen Kamm gegen eure Hoheit emporstr?uben macht.
K?nig Heinrich.?Ich habe nach ihm geschikt, um ihn de?wegen zur Verantwortung zu ziehen, und das ist die Ursach, weswegen wir gen?thigt sind, unser heiliges Vorhaben nach Jerusalem aufzuschieben. Vetter, wir wollen auf n?chsten Mittwoch unsern grossen Rath in Windsor versammeln. Benachrichtiget die Lords hievon, aber eilet schleunig zu uns zur��k; dann es mu? noch mehr gesagt und gethan werden, als uns der Unwille izt zu sagen erlaubt.
Westmorland.?Ich gehorche, mein gebietender Herr.
(Sie gehen ab.)
Zweyte Scene.?(Ein Zimmer des Cron-Prinzen.)?(Heinrich, der Prinz von Wales, und Sir John Falstaff treten auf.)
Falstaff.?He, Hal,* was f��r Zeit ists am Tage, Junge?
{ed. * Harry und Hal, sind abgek��rzte Namen, statt Heinrich, so in vertraulichem Umgang gebraucht worden.}
Prinz Heinrich.?Deine l?bliche Gewohnheit, dich in altem Sect zu besauffen, zu fressen, bis du alle Kn?pfe aufthun must, und den ganzen Nachmittag auf B?nken zu schnarchen, wikelt deinen Wiz in soviel Fett und Schmeer ein, da? du so gar verlernst, recht zu fragen, was du recht wissen m?chtest. Was, zum Teufel, hast du mit der Zeit am Tag zu thun? Ja, wenn die Stunden Becher voll Sect w?ren, die Minuten Capaunen, die Gloken Zungen von Kupplerinnen, die Uhren Schilde von H**h?usern, und die sch?ne Sonne selbst ein h��bsches ro?iges Mensch in feuerfarbem Taft, dann liesse sich noch begreiffen, warum du nach der Zeit fragtest.
Falstaff.?Mein Treu, ihr geht mir nah' zu Leibe, Hal; denn wir andern, die vom Beutelschneiden Handwerk machen, und beym Mond und dem?Silbergestirn herumgehen, und nicht beym Ph?bus, "ihm dem edeln Knecht so sch?n",** aber ich bitte dich, mein s��sses N?rrchen, wenn du einmal K?nig bist--wozu Gott deine Gnaden (Majest?t wollt' ich sagen, denn Gnade wirst du keine haben)--
{ed. ** (he, that wandring Knight so fair)--eine Zeile aus einer alten Ballade.?Warburton.}
Prinz Heinrich.?Wie? Keine?
Falstaff.?Nein, mein Seel, nicht so viel als zu einem Prologus f��r ein paar Eyer in Butter n?thig ist.
Prinz Heinrich.?Gut, und wie weiter? Hey da, rund heraus, keine Umst?nde!
Falstaff.?Sapperment nun dann, N?rrchen, wenn du K?nig bist, so sorge h��bsch daf��r, da? wir andre ehrlichen Kerle, die ihr Handwerk bey Nacht treiben, bey Tage von der Justiz ungeschoren bleiben. La? uns der Diana ihre Forster bleiben, Ritter vom Schatten, Lieblinge des Monds; und la? die Leute sagen, wir seyen Leute von guter?Auff��hrung, da wir, gleich der See, von unsrer edeln und keuschen Gebieterin, dem Mond, gef��hrt werden***, unter deren Schuz und Anf��hrung wir--stehlen.
{ed. *** Die Sp?sse des Hrn. John Falstaff sind nicht immer ��bersetzlich, weil sie sich gar zu oft auf Wortspiele gr��nden, wie hier, wo (government) und (govern) in einer ganz verschiednen Bedeutung genommen werden, die sich im Deutschen nicht recht ausdr��ken lie?, und weswegen auch die Antwort des Prinzen nicht recht pa?t.}
Prinz Heinrich.?Du hast recht, und dein Gleichni? pa?t nicht ��bel; das Gl��k von uns andern Mond-Rittern, nimmt immer ab und zu wie die See, weil es wie die See vom Mond beherrscht wird. Zum Exempel, ein Beutel mit Gold herzhaft weggeschnappt in lezter Montags-Nacht, wird wieder l��derlich durchgebracht am

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